Nachhaltige Beschaffungspolitik

Laatste update: 02/03/2026

Eine nachhaltige Beschaffungspolitik ist das Herzstück eines umweltfreundlichen Unternehmens. Durch die Wahl umweltfreundlicher Produkte verringert ein Unternehmen nicht nur seinen eigenen ökologischen Fußabdruck, sondern stimuliert auch den Markt für verantwortungsvolle Produktion.

1. Unsere Ziele: Was wollen wir erreichen?

  • Minimierung derUmweltbelastung: Bevorzugung von Produkten, die auf umweltfreundliche Weise mit einem Minimum an Rohstoffen hergestellt und nachhaltig transportiert werden.
  • Soziale Gerechtigkeit: Bevorzugen Sie Fairtrade-Produkte und Lieferanten, die die lokalen Arbeits- und Menschenrechte respektieren.
  • Kreislauforientiertes Einkaufen: Die Wahl von Produkten, die wiederverwendbar, recycelbar oder aus recycelten Materialien hergestellt sind.
  • Transparenz in der Kette: Arbeiten Sie mit Lieferanten zusammen, die ihre Nachhaltigkeitsbemühungen durch anerkannte Labels nachweisen können.

2. Messen ist Wissen

Die Beschaffung sollte dokumentiert werden, um Verbesserungen nachzuweisen.

  • Aufzeichnungen: Führen Sie ein (einfaches) Inventar aller gekauften Verbrauchsmaterialien (Menge, Volumen oder Kosten).
  • Überwachung der Etiketten: Halten Sie fest, wie viel Prozent der Produkte ein anerkanntes Umweltzeichen tragen. Bei Green Key ist dies zum Beispiel für mindestens 75 % der täglichen Reinigungsprodukte vorgeschrieben.
  • Jährliche Überprüfung: Überprüfen Sie die Beschaffungspolitik jährlich und erhöhen Sie die Ambitionen für biologische oder lokale Produkte, wenn möglich.

3. Praktische Methoden und Ressourcen

Schreibwaren und Verwaltung

  • Umweltzeichen: Verwenden Sie nur Toilettenpapier, Taschentücher und Büropapier mit einem anerkannten Zeichen wie EU Ecolabel, FSC, PEFC oder Nordic Swan.
  • Digitalisierung: Ersetzen Sie Papierprozesse (Rechnungsstellung, Check-in, Infomappen) durch digitale Alternativen, um den Papierverbrauch zu reduzieren.

Reinigung und Pflege

  • Reinigungsmittel: Wählen Sie konzentrierte Produkte mit automatischen Spendersystemen, um den Transportaufwand und den Plastikmüll zu reduzieren.
  • Spender: Ersetzen Sie einzelne Behälter für Seife und Shampoo durch nachfüllbare Spender in allen Gästezimmern.
  • Natürliche Materialien: Verwenden Sie Reinigungstücher aus Naturfasern anstelle von synthetischen Mikrofasern, die Mikroplastik freisetzen.

Essen und Trinken

  • Lokal & Bio: Kaufen Sie Produkte, die in einem Umkreis von 30-100 km hergestellt wurden, um die Transportemissionen zu reduzieren.
  • Vegetarisches Angebot: Achten Sie darauf, dass mindestens 20% bis 25% der Gerichte vegetarisch oder vegan sind (Fleisch hat einen enormen Wasser- und Kohlenstoff-Fußabdruck).
  • Saisonal: Stimmen Sie den Speiseplan auf die Jahreszeiten ab, um energieintensive Treibhauskulturen zu vermeiden.

Langlebige Güter

  • Textilien: Kaufen oder mieten Sie Wäsche (Handtücher, Bettwäsche) mit einem Ökolabel oder Fairtrade-Siegel.
  • Haushaltsgeräte: Wenn Sie sie ersetzen, wählen Sie Geräte der höchsten Energieklasse (A oder B) und vermeiden Sie nach Möglichkeit Minibars.
  • Secondhand & Upcycling: Ziehen Sie in Erwägung, hochwertige Secondhand-Waren zu kaufen oder Ihre eigenen Möbel zu restaurieren/upcyceln.

4. Die finanziellen Auswirkungen

In einigen Fällen ist die Beschaffung von Produkten mit nachhaltigem Etikett (etwas) teurer als die gängigeren Produkte. In anderen Fällen können sie sogar billiger sein. Denken Sie an gebrauchte Möbel usw. …

Dennoch sollten Sie diese Reservierungen generell vornehmen:

  • Qualität vor Quantität: Qualitativ hochwertige Textilien und langlebige Güter halten länger, was auf lange Sicht die Ersatzteilkosten senken kann.
  • Vorteile von Bulkware: Der Kauf von Großmengen (für Spender oder Reinigungskonzentrate) senkt den Stückpreis und reduziert die Logistikkosten.
  • Abfallreduzierung: Wenn Sie weniger Verpackungen kaufen, bedeutet dies auch weniger Kosten für die Abfallentsorgung.

5. Planetarische Grenzen und soziale Auswirkungen

Ihre Kaufpolitik trägt zum Gesamtbild bei:

  • UN SDGs: Die Beschaffung berührt direkt das SDG 12 (Verantwortungsvoller Konsum), SDG 2 (Kein Hunger – nachhaltige Landwirtschaft) und SDG 8 (Faire Arbeit).
  • Planetarische Grenzen: Durch die chemiefreie Beschaffung begrenzen Sie die Einführung neuer Entitäten (Novel Entities) in das Ökosystem und schützen das Bodensystem durch nachhaltige landwirtschaftliche Entscheidungen.
  • Soziale Mindeststandards: Ihre Beschaffungspolitik unterstützt menschenwürdige Löhne und sichere Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette.

6. Weitere Informationen & Tools

Dieser Leitfaden ist ein lebendiges Dokument. Indem wir mit lokalen Partnern zusammenarbeiten und Erfahrungen austauschen, gestalten wir gemeinsam die Reise in die Zukunft.

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